Vom bösen A-Wort und anderen Kurzsichtigkeiten

Ich kenne mehr als eine Handvoll Leute, die gleich die Nase rümpfen oder die Augen leicht zusammenkneifen, wenn sie orthodoxe Juden mit ihren schwarzen Anzügen, Hüten sowie Zapfenlocken sehen. Die meisten können ihre Antipathie nicht konkret begründen und verlieren sich in wirren Ausflüchten oder teilweise gar in Verschwörungstheorien. Diese Leute kontrollieren angeblich die Welt und so, dass weiss schliesslich jedes Kind, heisst es. Meine Bekanntschaften, die solche Reaktionen bringen, sind grösstenteils «normale» Menschen und die einige von ihnen sind sonst klar gegen Rassismus, grundsätzlich weltoffen und würden nie und nimmer rechts wählen. Aber offenbar sind orthodoxe Juden, also jene, die man von weitem her bereits erkennt, einfach suspekt. Ich wage nun also zu behaupten, dass Antisemitismus auch heute eine unterschwellig sehr, sehr weit verbreitete Wahrheit ist.

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Was weisst denn du von Liebe? Von Liebe weisst du nichts.

Sie sprechen von Liebe, meinen aber in Wirklichkeit körperliche Anziehung gekoppelt mit ökonomisierter Alltagsnützlichkeit.

Diese Liebe endet dort, wo der Mensch nicht mehr schön und/oder nützlich ist. Und sie wissen es genau, auch wenn die wenigsten es offen aussprechen. Deswegen setzen sie alles daran, den besagten Menschen ihren Bedürfnissen entsprechend zu verbiegen. Klappt das nicht, wird der Mensch abgestossen und oft auch zur Wahrung der eigenen schier makellosen Fassade verunglimpft.

Was für ein bitterböser Witz.

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Pauschalisierung

Menschen, die das Wort «suboptimal» verwenden, finde ich in der Regel suspekt und unsympathisch. Besonders, wenn sie es mit einem aufgesetzten Lächeln tun. Da läufts mir kalt den Rücken runter. Das sind dieselben Leute, die statt «Ich habe mein Kind geschlagen.» völlig gelassen sagen «Ich war leider gezwungen, disziplinarisch zu handeln.» Brr!

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